| Neue Rundschau 1/2011: Thesen zur Literaturkritik |
 |
darin: Lyrikosmose 3.
Zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, S. 101-181
S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 2011, 12,00 EUR |
| www.fischerverlage.de |
Rainer Maria Rilke
„Das große Lesebuch“
Herausgegeben von Michael Lentz
|
|
Die Liebe, die Kunst, das Leben: für keinen anderen Autor des 20. Jahrhunderts ist dieser Dreiklang so charakteristisch wie für Rainer Maria Rilke. Vor allem Rilkes Idee einer „besitzlosen Liebe“ und seine Sehnsucht nach einem Leben, das so offen und intensiv wie ein großes Kunstwerk ist, macht Rilke für all die Sinn- und Glückssucher unter uns bis heute interessant. In diesem Lesebuch geht es immer wieder um das Motiv der Liebe und Lebens-Kunst, das für Rilkes Lyrik und Erzählprosa genauso prägend wie für seine Briefe und Tagebücher ist. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Michael Lentz, bietet diese Auswahl einen Überblick über Rilkes Gesamtwerk und wirft neue Blicke auf einen der faszinierendsten Dichter der Moderne.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 2011, 745 S., broschiert, 13,50 EUR |
| www.fischerverlage.de |
„In diesem Land. Gedichte aus den Jahren 1990-2010“
Herausgegeben von Michael Opitz und Michael Lentz |
 |
Am 3. Oktober 1990 entstand ein neues Land. Eine neue Epoche brach an. Seit 20 Jahren leben wir nun in diesem Deutschland. Und die Literatur? In 400 Gedichten von 101 Lyrikern und Lyrikerinnen spüren Michael Lentz und Michael Opitz dieser Gegenwart nach. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt eines jungen Landes, ein breites Spektrum politischer und poetischer Positionen, ein Dokument der jüngsten Lyrikgeschichte.
S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 2010, 637 S., geb., 18,00 EUR
|
| www.fischerverlage.de |
Michael Lentz (Hg.):
Neue Rundschau 1/2010: Prosa Leipzig |
 |
Prosa aus dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Erzählungen, Geschichten, Auszüge aus Romanen. Vielstimmig, realitätshaltig, nicht unter einen Begriff zu bringen. Neben fiktionaler autobiographischer Prosa finden sich Land- und Stadterkundungen, pseudodokumentarische Reiseberichte aus ferner Zeit, kriminalistisch anmutende Stadtchroniken oder zum Beispiel Mitschriften ganz aus der Gegenwart. Ob konventionell erzählt, bewusst bestimmten Genremustern folgend oder vor dem Hintergrund experimenteller Schreibverfahren. "Prosa Leipzig" zeichnet ein hohes Formbewusstsein und stilistische Sicherheit aus.
S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 2010, 270 S., broschiert, 12,00 EUR |
| www.fischerverlage.de |
Oskar Pastior
„durch - und zurück“
Gedichte
Ausgewählt von Michael Lentz |
 |
Oskar Pastior war ein Existentialist der Poesie, sein Spiel war ernst, „wort für wort antenne“. Das zeigt sich in den frühen Gedichten, die noch in Bukarest entstanden sind und eine äußere wie innere Topographie vermessen, und auch in den späteren sprachbiographischen Texturen mit all ihren versteckt offenbaren Intarsien.
Seine Gedichte bilden eine Tateinheit von Wie und Was, von Sinn, Klang und Rhythmus. In ihnen verbinden sich Materien, Dinge, Sphären, von deren Verschmelzungen die real existierende Welt nur träumen kann. Diskurse kommen miteinander ins Gespräch, die noch nie voneinander gehört haben. Dieser kombinatorischen Poesie der „Nämlichkeit“ und „Wörtlichkeit“ geraten die Wörter zu Eigennamen. Was hier wie dort anzitiert wird, was sich da wie hier kreuzt und in die fruchtbare Quere kommt, welche Metamorphosen und Stoffwechsel da am Werke sind, Mixturen aus bestehenden Sprachen, Phantasiesprachen und kindersprachlichen Resten, verdichtete Anleihen aus der Biogenetik, der Chaostheorie, Experimentalphysik und Neurologie ... Pastiors Webstuhl lässt oft gerade da System erkennen, wo gar keines ist und umgekehrt. (Aus dem Nachwort von Michael Lentz)
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 2007, 320 S., geb. 9,95 EUR |
| www.fischerverlage.de |
Helga M. Novak
„wo ich jetzt bin“
Gedichte
Ausgewählt von Michael Lentz |
 |
Der Band bietet eine vorläufige Bestandsaufnahme der Lyrik von Helga M. Novak.
Das poetische Werk von Helga M. Novak ist ein herausragender Monolith. Es ist unbeugsam. Es ist erschütternd. Es ist ohne Vergleich. Es ist von großer Strenge. Es strahlt von schöner Sprache. Es ist so ernst, so kindlich und präzise, es hat den permanenten, den umfassenden Tod vor Augen. Es gibt für diese Gedichte keinen Ersatz. Sie sind realistisch, autobiographisch, politisch, mythisch. Sie sind rau wie die Landschaften, die sie einfassen, lakonisch wie ein im Amtsblatt mitgeteilter Konkurs, sie machen kein Aufhebens von sich, sind gegen den Strich gesetzt, spröde und zärtlich. Die Gedichte von Helga M. Novak halten sich zuweilen gerade noch so im Wort, sind gewaltig, bewahren vor Schlimmerem.
Ob auf Island oder in Polen, im imaginierten Sibirien oder in Utopia, im Heimatgehege Köpenick mitsamt brandenburgischer Seenlandschaft, ob als Liebes- oder Verzweiflungsgedichte (wo genau ist der Unterschied?), als archäologisch, botanisch, klimatologisch oder historiographisch animierte und angereicherte Poesie, diese Texturen umkreisen immer Heimat, die wohl verloren gegangen ist, die nicht (mehr) genau zu lokalisieren ist, der sie sich mit Leib und Fauna verschrieben haben. Heimat, die auch der eigene Körper ist. (Aus dem Nachwort von Michael Lentz)
Schöffling & Co., Frankfurt a.M., 2005, 234 S., geb., 19,90 EUR |
| www.schoeffling.de |
Michael Lentz (Hg.)
„KLANGZEICHEN 1: Bob Cobbing.
VerbiVisiVoco. Selected Poems 1942-2001“ |
 |
This present, international and most comprehensive volume to date assembles work representative of the years from 1942 to 2001 and includes Cobbing’s first solo CD.
Along with concrete, visual and sound poems (and fusions of the same), some were also recorded that, e.g., in their verbal reflectivity and verse combinations forge links to familiar modernist writing methods. They allow the reader as a self-perceptive auditor to oscillate between referential-semantic and sound-associative levels.
edition selene, Wien 2003, Paperback, mit CD, o.P., 46,00 EUR |
www.selene.at |
Michael Lentz (Hg.)
„KLANGZEICHEN 2: Franz Mon.
Freiflug für Fangfragen“
103 Alphabetgedichte mit 26 Versalcollagen und 1 CD mit
Lauttexten seit 1960 |
 |
Franz Mon ist ein Pionier der konkreten, visuellen und phonetischen Poesie. Das Neue Hörspiel ist nachhaltig mit seinem Namen verbunden. Als Lautdichter hat er mit seinen „artikulationen“ bzw. phonetischen Stücken die Lautpoesie nach 1945 konzeptionell erneuert.
„Freiflug für Fangfragen“ ist eine doppelte Premiere: die Erstveröffentlichung der neuesten Textarbeit gleichen Titels und der zum ersten Mal auf einer CD vereint erscheinenden Lauttexte seit 1960, die zum großen Teil bislang unveröffentlicht sind.
Die rigide Ordnung eines das Alphabet entlangschreibenden (poetologischen) Systems unterlaufen die 103 Alphabetgedichte, indem sie – vor- und zurückweisend – Heterogenes auf eine unvermutete Art und Weise miteinander in einen Kontext stellen. Eine sich solchermaßen selbst begegnende Sprache setzt eine Komik frei, die weit über einen momentan aufblitzenden Witz hinausgeht. Die jedem einzelnen Buchstaben des Alphabets gewidmeten 26 Versalcollagen verweisen nicht zuletzt auf den wechselseitigen Bezug akustischer und visueller Notate.
Die artikulatorischen Tonbandstücke „Haim“, „seks“, „henk“, „se“, „e“, „erge erekt“, „was“, „eje“ sind ebenso zu hören wie die „Ja-Nein-Parabel“ und die authentische Fassung der „artikulationen“ von 1962.
edition selene, Wien 2004, broschiert, 172 S., 28,80 EUR |
www.selene.at |
Christoph Buchwald / Michael Lentz (Hg.)
„Jahrbuch der Lyrik 2005“
Gedichte |
 |
Buchwald und Lentz wollen vor allem den jüngeren Lyrikern, den
„Enkeln von Enzensberger, Rühmkorf, Aichinger, Endler
und Gernhardt“, Gehör verschaffen, aber immer auch anklingen
lassen, wer die Lyrik-Riesen sind, auf deren Schultern sie stehen.
In diesem „gemischten Chor“ aus drei Dichter-Generationen
wird immer wieder neu und beeindruckend sichtbar, daß jede
Generation ihre ganz eigene Sprache suchen muss, um aus der eigenen
Erfahrung heraus auf Gegenwart, Zeit und Epoche angemessen zu reagieren.
Was tatsächlich „angemessen“ ist, das entscheiden
letztlich die Leser und – die Zeit. Im Anhang enthält der
Band mehrere streitbare poetologische Statements über den Sinn
und Unsinn der Lyrik, darunter eine Verteidigung der Poesie von
Raoul Schrott.
C.H. Beck, München 2004, 189 S., broschiert, 14,90 EUR |
www.beck.de |
Martin Gülich, Thomas Hoeps, Michael Lentz, Antje Rávic Strubel (Hg.):
„Zeitzonen“
Anthologie |
 |
Diese Anthologie, die ganz explizit nicht Kriterien wie Generation, Geschlecht, Thema oder literarischer Gattung folgt, ist schließlich selbst Produkt des Zusammentreffens unterschiedlicher Zeitzonen. In den vergangenen Jahren sind die vier Herausgeber in verschiedensten Arbeitszusammenhängen mit anderen Schriftstellern zusammengetroffen, deren Literatur sie für außerordentlich empfehlenswert halten. 38 Autoren und Autorinnen stellen auf den folgenden Seiten Kurzprosa, Gedichte sowie Ausschnitte aus Theaterstücken und Romanen vor, die sie im vergangenen halben Jahr geschrieben haben. So ermöglicht diese Anthologie einen aktuellen Einblick in die literarischen Werkstätten Deutschlands zwischen Nord und Süd, West und Ost und ist das Ticket zu einer interzonalen Zeitreise.
edition selene, Wien 2004, Paperback, 336 S., 13,80 EUR |
| www.selene.at |
|
|